7. Oktober 2021

Happy durch den Herbst: Verabschiede dich vom Herbstblues!

Die Ferien sind vorbei, es wird wieder früher dunkel und die Temperaturen sinken - da haben viele mit dem Herbstblues zu kämpfen. Das muss aber nicht sein! Wie du in wenigen Schritten wieder eine Routine in den Tag bekommst und deinen Körper auf den Winter vorbereiten kannst, liest du in diesem Beitrag.

Young couple in love. A love story in the autumn forest park

Woher kommt der Herbstblues eigentlich und wieso fühlen wir uns im Herbst und Winter immer so ausgelaugt? Ganz einfach: Uns fehlt das Tageslicht. Werden die Tage grauer und kürzer, erzeugt unser Körper weniger Serotonin - ein Hormon, das uns munter und fröhlich macht. Stattdessen schüttet unser Körper viel mehr Melatonin aus - ein Hormon, das auch unter dem Begriff “Schlafhormon” bekannt ist und dementsprechend eigentlich nur im Dunkeln und der Nacht zum Einsatz kommt. Das Ergebnis: Obwohl wir viel geschlafen haben, sind wir müde und ausgelaugt und schaffen es beim besten Willen nicht, uns aufzuraffen. Kein Wunder, dass sich viele Säugetiere in den Winterschlaf verziehen.

Zum Glück gibt es Strategien, wie wir dem Herbstblues entgegenwirken können - und die wollen wir dir jetzt vorstellen.

Ohne Licht geht’s nicht!

Erste logische Schlussfolgerung: Licht und Energie tanken! Sonnenlicht versorgt uns mit Vitamin D, das wir besonders in der kalten Jahreszeit für unsere Abwehrkräfte, Knochen und Muskeln brauchen. Auch, wenn es etwas Überwindung kostet, ist es für deinen Körper und deine Psyche unheimlich wichtig, regelmäßig das Haus zu verlassen. Experten empfehlen, täglich mindestens eine halbe Stunde spazieren zu gehen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und so viel Licht wie möglich abzubekommen. Wer sich schlapp und müde fühlt, liegt natürlich lieber in einer Decke eingewickelt auf der Couch und das ist auch absolut nachvollziehbar. Versuche einfach mal, einen Gang runterzuschalten, aber regelmäßig rauszugehen. Deine Zeit in der Natur musst du nicht immer sportlich gestalten, wenn du dich nicht danach fühlst. Schnapp dir ein gutes Buch und setz dich in einen Park, hör dir einen Podcast an, während du durch die Gassen schlenderst oder triff dich mit einer Freundin zum Wandern. Hauptsache raus an die frische Luft - und das bei jedem Wetter! Wer übrigens glaubt, sich die notwendige Energie im Solarium holen zu können, muss enttäuscht werden: Die Muntermacher-Hormone werden am besten über die Augen aufgenommen, die auf der Sonnenbank bekanntlich geschlossen bleiben müssen.

Geregelter Tag- und Nachtrhythmus

Versuche, deinen Tag zu regeln und kleine Rituale aufzustellen, auf die du dich freuen kannst. Im Stockfinsteren nach einem schrillen Wecker zu tasten macht schon schlechte Laune, bevor der Tag überhaupt angefangen hat. Ein Tageslichtwecker bringt den Sonnenaufgang in dein Zimmer und weckt dich auf sanfte und natürliche Weise. Hast du es erst mal auf geschafft, lässt sich der Tag mit einem nährreichen Frühstück gestärkt beginnen. Dabei solltest du im Herbst und Winter schon in der Früh auf warme Speisen setzen - ein warmes Porridge bietet sich da gut an. Es versorgt dich mit Eiweiß, Fett, und Kohlenhydraten und macht durch die wertvollen Ballaststoffe lange satt. Heißhungerattacken kann mit dem Haferbrei auch entgegengewirkt werden. Am Nachmittag kannst du eine wohlverdiente Pause einlegen und mit einer Tasse Tee entspannen. Das Wichtigste für einen geregelten Tag: Ausgewogener Schlaf. Das Schlafhormon Melatonin sorgt dafür, dass wir im Herbst und Winter viel mehr Ruhe brauchen als im Sommer. Wenn du dich vor Gähnen nicht mehr halten kannst, solltest du deinem Körper auch den Schlaf geben, den er braucht. Zeit, sich ins Bett zu kuscheln und auszuruhen!

Balsam für die Seele

Was die Stimmung immer aufhellt: Gönnen! Und gerade, wenn man sich müde und unausgewogen fühlt, ist es umso wichtiger sich selbst etwas Gutes zu tun. Das Lieblingsgericht, gute Musik oder ein Wochenende in der Therme - Entspannung tut uns in vielen Situationen gut und ist im Herbst besonders angenehm.

Nicht nur die Dunkelheit, auch die Kälte macht uns in der kalten Jahreszeit zu schaffen: Bei zunehmender Kälte fühlen sich Menschen meist einsamer. Kuscheln ist angesagt! Menschen sind immer noch die besten Stimmungsaufheller - nicht umsonst lautet der Text des berühmten Countrysongs “You are my sunshine, my only sunshine. You make me happy when skies are grey!”. Mit deinen Liebsten zu sprechen und Zeit zu verbringen, bringt dich auf andere Gedanken und bietet dir auch die Möglichkeit, von deiner Stimmung und Herbstblues zu erzählen. Geteiltes Leid ist immerhin halbes Leid!

Fit und glücklich

Auch, wenn das Motto “Sport ist Mord” weit verbreitet ist und man gerade im Herbstblues schwer die Motivation zum Sportln findet, lässt Bewegung uns gute Laune verspüren. Und das wurde bereits in vielen Studien bestätigt: Sport macht glücklicher, weil der Körper Hormone wie Endorphin, Serotonin und Dopamin ausschüttet - das steigert das Wohlbefinden und macht dich fit! Experten empfehlen drei bis fünf Mal in der Woche Sport zu betreiben - und auch hier musst du nicht jedes Mal Vollgas geben. Entspannende Yoga-Einheiten oder Trainingseinheiten in den verschiedensten Stufen findest du auf YouTube. Auch eine gemütliche, 15-minütige Laufrunde reicht schon, um den Kopf freizubekommen und den Kreislauf anzuregen.

Trainiere deine Lachmuskeln

Wir bleiben bei einem sportlichen Thema: Lachen! Denn wer lacht, aktiviert über hundert Muskeln in seinem Körper. Lachen ist sogar so wichtig für die psychische und physische Gesundheit, dass es ein eigenes Fachgebiet dafür gibt: die Gelotologie. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Lachen auf unseren Körper. Beim Lachen wird tiefer geatmet als sonst, also strömt viel Sauerstoff in unsere Zellen, das Herz wird somit angeregt und der Kreislauf kommt wieder in Schwung. Auch Stresshormone verabschieden sich langsam, wenn wir uns vor Lachen nicht mehr halten können. Dabei kommt es natürlich auch drauf an, wie lange wir lachen - je länger, desto bessere Effekte!

Ab in die Wechseldusche!

Wer in der Früh gar nicht mehr aufkommt, kann es auch mit der “harten” Tour versuchen. Die Morgendusche abwechselnd auf warm und kalt zu stellen, regt die Durchblutung an und fördert den Stoffwechsel. Diese Idee klingt gerade im Herbst und Winter nicht besonders verlockend, aber wird immer wieder von Experten empfohlen. Wechselduschen beugen Erkältungen vor, die besonders im Winter immer wieder auftauchen und straffen die Haut. Am besten zuerst an den Armen und Beinen ausprobieren, bevor man sich traut, auch den Kopf unter das kalte Wasser zu halten. Das weckt auf!

Jetzt kommt Farbe ins Spiel!

Es ist schon lange bewiesen, dass Farben unser Wohlbefinden beeinflussen. Helle Farben wie Orange und Gelb sind dafür bekannt, die Stimmung zu heben, während Rot als besonders wärmende Farbe gilt. Grün soll hingegen erfrischend wirken und neue Energie spenden. Die Wirkung der Farben kannst du überall in deinem Alltag einfließen lassen. Ob es die Dekoration in deiner Wohnung, deine Kleidung oder gar dein Essen ist - tobe dich aus und wirf mit Farben um dich! Die schönen Herbstfarben in der Umgebung anzusehen, kann auch dabei helfen die trübe Stimmung zu senken. Die Weinterrassen der schönen Wachau werden im Herbst in strahlendes Gold getaucht und auch Niederösterreichs Kürbisfelder sorgen für knallige Farbkleckser in unserer Landschaft. Unser Ausflugstipp: Der Wurzers Kürbishof in Wieselburg-Land erstrahlt jedes Jahr in einem Farbenmeer aus 150 verschiedenen Speise-, Zier- und Schnitzkürbissen. Da schmausen nicht nur die Augen!

Gute Stimmung geht durch den Magen

Welche Vitamine dein Körper aufnimmt, kannst du auch über deine Ernährung steuern. Obst und Gemüse mit viel Vitamin C, wie Zitronen, Paprika und Spinat stärken dein Immunsystem und deine Abwehrkräfte. Kohlenhydrate liefern dir in Windeseile Energie und Nüsse, Bananen, Vollkorn und Milchprodukte helfen deinem Körper, Glückshormone zu binden. In den kalten Jahreszeiten dienen scharfe Gewürze wie Ingwer und Chilli zum Aufwärmen von innen und auch Zimt und Kardamom versorgt dich mit nährreichen Stoffen. Auch Quinoa und Haferflocken liefern dir einen Serotonin-Nachschub. Und die gute Nachricht zum Schluss: Die Mischung aus Fett und Kohlenhydraten sorgt dafür, dass auch Schokolade unseren Körper dazu veranlasst, Glückshormone auszustoßen! Schokolade wirkt am schnellsten, wenn sie warm und flüssig ist - also als Kakao! Dazu einfach 200 Milliliter Milch aufkochen und je nach Belieben ein paar Stücke Zartbitterschokolade einrühren. Und schon hast du deinen Happy-Drink!

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