28. April 2021

Film ab! Ein Blick in die österreichische Filmwelt

Vom Kultfilm Muttertag (1993) bis zum Horrorfilm The Lodge (2019) - auch Österreich hat in Sachen Film einiges zu bieten. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen unserer heimischen Filmproduktion. 

Heimische Filmerfolge

Seit der allerersten Filmaufführung in Wien 1896 hat sich in der österreichischen Filmwelt einiges getan: Neben Schauspielern wie Arnold Schwarzenegger und dem Oscarpreisträger Christoph Waltz haben wir auch eine Reihe an erfolgreichen Regisseuren hervorgebracht. Dazu zählen zum Beispiel Michael Haneke, der für seinen Film Amour (2012) mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde, aber auch der NIederösterreicher Ulrich Seidl, der sich mit Produktionen wie Hundstage (2001), Import/Export (2007) oder der Paradies-Reihe einen Namen machte. Der Klassiker und mittlerweile Kultfilm Muttertag (1993) darf auf keinen Fall unerwähnt bleiben, wenn man über österreichischen Film spricht - nicht umsonst wird er nach fast 30 Jahren immer noch am Muttertag ausgestrahlt. Den Oscar für den besten fremdsprachigen Film konnte sich auch Stefan Ruzowitzky mit Die Fälscher (2007), der auf einer Geldfälscheraktion der Nazis basiert, holen.

Als österreichische Newcomer konnte sich das Regieduo, bestehend aus Veronika Franz und Severin Fiala, beweisen. Ihr erster Film Ich seh ich seh (2014) erzählt die schaurige Geschichte von jungen Zwillingsbrüdern, die ihre Mutter nach deren Schönheitsoperation nicht mehr wiedererkennen können. 2019 zogen sie mit ihrem zweiten Horrorfilm nach: Auch The Lodge ist auf keinen Fall etwas für schwache Nerven.

Österreichische Filmfestivals

Es muss nicht immer Cannes, Berlin oder gar die Oscars sein - insgesamt über dreißig österreichische Filmfestivals halten genauso international mit. Das größte Festival, die Viennale, findet jährlich Ende Oktober statt und bringt knapp zwei Wochen lang inter- und nationale Filme auf ausgewählte Wiener Leinwände. Dezidiert heimische Filme zeigt die Diagonale, die letztes Jahr aufgrund der Pandemie ins Internet verlegt wurde. Mit Livestreams und Online-Abos konnte man auch von der eigenen Couch aus auf rund 40 österreichische Filme zugreifen. 

Little Hollywood in Österreich?

Es gibt zwar noch keinen Grund, überdimensionale Buchstaben in Auftrag zu geben, aber auch in Österreich soll es bald ein Filmstudio für große Produktionen geben. Im Hafen Wien in der 7. Haidequerstraße (HQ7) entstanden bereits einige heimische Produktionen wie die Serien Vorstadtweiber und Tatort, aber auch die Spielfilme Das schaurige Haus und Die letzte Party deines Lebens. Anfang des Jahres 2021 gab es den Startschuss für ein 60.000 Quadratmeter großes Studio, auf dem sich Filmschaffende zukünftig austoben dürfen. Und diese Fläche von fast acht aneinandergereihten Fussballplätzen braucht man auch: Requisiten, Möbel, technische Ausstattungen und sogar ein ganzes Haus sind schon in das Areal HQ7 eingezogen und die Liste wächst bei jeder neuen Produktion. Die Gespräche mit der Stadt Wien laufen noch, aber Träume und Pläne sind auf jeden Fall groß. Ob wir Simmering bald “Little Hollywood” nennen dürfen, wird sich also in den nächsten Monaten zeigen. 

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