1. Oktober 2020

EGON SCHIELE MUSEUM: DIE SCHATZKAMMER

Mit 13 Originalbildern und vier weiteren Objekten bis hin zu Zeichengeräten des Ausnahmekünstlers steht die so genannte „Schatzkammer“ heuer unter dem Motto „Egon Schiele. Das Werden eines Genies“. Aufgrund des späten Saisonstarts bleibt das Museum bis 29. November 2020 geöffnet.

„Anlässlich seines 130. Geburtstags erzählen wir mit beeindruckenden Portrait- und Landschaftsstudien diese drei entscheidenden Jahre seines Lebens: Vom Wunderkind der Familie Schiele über die akademische
Ausbildung bis hin zur Emanzipation und zum Bruch mit derselben“, erklärt Kurator Christian Bauer. „Wir erzählen diese Geschichte an jenem Ort, an dem sein Leben aber auch seine künstlerische Karriere seinen
Ausgang nahm. Denn seine ersten Zeichnungen waren Züge, die er vom Dach des Bahnhofs beobachtet hat.“ Weiters beleuchten sechs audiovisuelle Stationen mit den Originalstimmen seiner Schwestern Melanie und Gerti Schiele sowie seiner Schwägerin Adele Harms mit Tulln, Klosterneuburg,
Neulengbach, Krems, Wien und Mühling wichtige Lebensorte Schieles.
Eine besondere Veranstaltung lockt im Oktober: Im Expertengespräch mit Franz Smola, Kurator des Belvedere Wien, am Mittwoch, 21. Oktober, ab 18 Uhr versucht Christian Bauer dem Geheimnis des Malers Egon Schiele auf die Spur zu kommen. Im Atelier des Egon Schiele Museums laden die
beiden ein interessiertes Publikum zu einem Gespräch, bei dem selbstverständlich auch Fragen nicht fehlen dürfen. Es war Egon Schieles Kunstlehrer Ludwig Karl Strauch in Klosterneuburg, der sein Talent entdeckte und ihm das Malen mit Öl beibrachte. An der Akademie der Bildenden Künste in Wien kam im seit Jahrhunderten erstarrten Lehrplan
das Gemälde erst zum Schluss. Da der Ausnahmekünstler bereits nach zweieinhalb Jahren im Streit mit seinem Lehrer Christian Griepenkerl die Akademie verließ, blieb nicht viel Zeit für dieses Genre.Obwohl Egon
Schiele mit über 2500 Zeichnungen und nur rund 330 Gemälden eindeutig ein leidenschaftlicher Grafiker mit unverwechselbarem Strich war, hinterließ er doch mit Gemälden wie der Zerfallenden Mühle Meisterwerke im Kanon der Kunstgeschichte.


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