9. Juni 2021

Durch dick und dünn: Schönheitsideale im Wandel der Zeit

Stars und Sternchen haben immer schon vorgegeben, was als “schön” gilt. Von Marilyn Monroes Hüften bis zu Kim Kardashians berühmten Po - wir zeigen dir, wie sich die Schönheitsideale in den letzten Jahrzehnten geändert haben. 

Smiling woman with beautiful body measuring thigh with measurement type after diet

1950er Jahre: Mehr ist mehr 

Nach dem Krieg ging es in der Mode vor allem um mehr Konsum, verschwenderische Materialien und der Welt zu zeigen, dass man was auf den Hüften hat. So hat der berühmte Designer Christian Dior beispielsweise Kleider mit viel Stoff und Volumen herausgebracht. Voluminös sollten nicht nur Kleider, sondern auch Körper sein - der Hype um die bekannte Sanduhren-Figur mit viel Oberweite, einer schmalen Taille und breiten Hüften war geboren. Marilyn Monroe verkörperte das absolute Ideal dieser Zeit und trug die damals angesagte Konfektionsgröße 40/42. 

1960er Jahre: Dünn wie Twiggy

Nur wenige Jahre nach dem Sanduhren-Ideal änderte sich der Trend in das absolute Gegenteil. Kurven waren out und die Frauen sollten so groß und dünn wie möglich sein. Allen voran das spindeldürre Model Lesley “Twiggy” Lawson, das nicht mit den berühmten puppenhaften Augen, sondern auch mit ihrer schlanken Figur den Trend angab. Daher auch der Spitzname “Twiggy” (englisch, “twig”: Zweig). Das It-Girl der 60er Jahre wog auf 1,72 Meter gerade einmal 43 Kilogramm und galt daher auch als “die teuerste Bohnenstange der Welt”.  Das makellose Puppengesicht und jugendliche Aussehen war neben der zerbrechlichen und großen Figur genauso wichtig - hier gilt die berühmte Audrey Hepburn als absolutes Ideal. Im Gegensatz zu den Idealen in den 1950er Jahren waren in den Swinging Sixtees Diäten und regelmäßiges Training angesagt. Kein Wunder, dass gerade im Jahr 1963 das berühmte Unternehmen Weight Watchers gegründet wurde. 

1970er Jahre: Sportliche Schönheiten

In den 1970er ging es sportlich weiter. Farrah Fawcett gab als eine von “Charlie’s Angels” nicht nur an, welche Frisur es zu tragen galt, sondern hat mit ihrem großen,schlanken und sportlichen Körper das neue Schönheitsideal bestimmt. Bis heute zählt das Bild von ihr in einem roten Badeanzug zu den meistverkauften Postern der Welt. Als fit, gesund und actionreich schrieben auch Lynda Carter als “Wonder Woman” oder “Lindsay Wagner” als Bionic Woman Geschichte.

1980er Jahre: Die Blüte der Supermodels

Weg von dürren Körpern hin zu mehr Kurven! In den 80er Jahren wurde die Silhouette mit breiten Schulterpolstern, voluminösen Frisuren und ausladenden Kleidern betont. Die Modelwelt wurde von den auch heute noch berühmten Schönheiten wie der heute 55-jährigen Cindy Crawford, Naomi Campbell und der deutschen Claudia Schiffer regiert. Jede von ihnen ist groß, athletisch und werden für ihre ewig langen Beine gefeiert. Gesunde Kurven waren der absolute Trend, den daher auch jede normale Frau einfacher nachahmen konnte. Statt exzessiven Diäten hat man in den 80ern auf viel Sport gesetzt - wir alle haben dabei die bekannten Aerobic-Videos im Kopf. 

1990er Jahre: Kate Moss als neue Twiggy

Was das Schönheitsideal betrifft, waren in den 1990er Jahren das Ideal von Twiggy aus den 60ern wieder angesagt. Rundungen hat man an den Stars und Sternchen kaum noch gefunden. Unter dem Stil des Grunge war viel mehr blasse Haut und ein knochiger Körper im Trend. Die Britin Kate Moss verkörperte daher mit wenig Busen und langen Gliedmaßen die perfekte Frau und machte mit “Heroin-Chic” und “Size Zero” Schlagzeilen. Schnell kam das Schönheitsideal auch in Hollywood an und machte Schauspielerinnen wie Winona Ryder oder Jamie King zu den amerikanischen Vorbildern der Zeit. 

Pretty young woman in casual outfit looking into mirror

2000er Jahre: Pamela Andersons Oberweite

Blonde lange Haare, pralle Lippen und sehr viel Busen - die aus Baywatch bekannte Schauspielerin Pamela Anderson verkörperte DAS Ideal in den 2000ern. In der Modelwelt hatten Victoria’s Secret Models wie Gisele Bündchen und Adriana Lima die Nase vorne und strahlten ebenfalls mit langen Beinen, einem trainierten Körper und geformten Dekollelté in den Zeitschriften. Push-up BHs und Brustvergrößerungen lagen im Trend und galten als absolutes MUSS in der Schönheitsbranche.

2010er Jahre: Kim Kardashians Hinterteil

Ein Körperteil, das es bis jetzt nicht ins Rampenlicht geschafft hat, bekommt mit dem berühmten Bild von Kim Kardashian endlich einen Auftritt: Der Po. Stars wie Nicki Minaj und Jennifer Lopez gehören ebenfalls zu den Vorbildern dieses Trends. Was in den 00er Jahren an der Oberweite vergrößert wurde, wanderte nun eine Etage nach unten. Auch von dem Ideal, dünn und dürr zu sein, wird sich langsam verabschiedet und Platz für Plus-Size-Models wie Kate Upton gemacht.

Ob blass oder braun gebrannt, groß oder klein, schlank oder voluminös - Stars leben die Trends vor und bestimmen, wie wir auszusehen haben und als “schön” gelten. Was unsere Recherche ergeben hat: Vieles wiederholt sich und schwappt in den nächsten Jahren genau ins andere Extrem. Da stellt sich die Frage, ob es sich wirklich auszahlt, jeden Trend mitzumachen.

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